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U19-Turnier „Kick fürs Leben“ steht auf der Kippe

Reviersport, 28. Juli 2019

Niclas Scheidt
 

20.000 Euro. Das ist die Marke, die die Veranstalter des Benefizturniers für Organspenden in Sachen Finanzierung erreichen wollen. Laut Mitorganisator Peter Buers ist das eine immer schwerer zu knackende Marke.

In diesem Jahr wiederholte sich das von MSV-Legende Michael Tönnies ins Leben gerufene Benefizturnier „Kick fürs Leben“. Dabei soll auf das Thema Organspende aufmerksam gemacht werden, die auch eine große Rolle für den vor zweieinhalb Jahren verstorbenen Tönnies spielte. Leider erlebte er die erste Auflage des Turniers nicht mehr mit. Aber Schluss sein soll noch lange nicht. 


Problemzone Sponsoren


Wäre da nicht das Problem mit den Sponsoren. Buers berichtet: „Die Sponsoren, die Michael Tönnies am Anfang noch persönlich durch seinen Bekanntheitsgrad hat bewegen können sich einzubringen, die haben dann im zweiten Jahr noch aus gutem Willen etwas gegeben, aber ob sie im kommenden Jahr weg sind oder nicht, das weiß ich nicht.“

 

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Kritik hat Buers auch für die falsche Einstellung einiger Sponsoren übrig: „Manche haben den Sinn des Turniers noch nicht so verinnerlicht wie wir.“ Bei einem Vorgespräch erzählt Buers über das Engagement der Bundeswehr im letzten Jahr. Die hat in diesem Jahr aufgehört, das Benefizturnier finanziell zu unterstützen. „Die Bundeswehr hat uns gesagt, sie haben zu wenig Leute erreicht. Da frage ich mich, was ist der Sinn eines solchen Benefizturniers? Wenn wir nur einen Organspender an diesem Tag finden, dann ist das doch schon super. Aber viele Unternehmen wollen nur Geld geben, wenn ihre Zielgruppe erreicht wird.“ 

Mannschaften sind der Lichtblick

 

 

Nur die Mannschaften muss Buers loben - denn die nehmen nach seiner Aussage kostenlos teil. Nur Essen, Getränke und eine Hotelübernachtung für die U19 des FC St. Pauli müssen die Veranstalter bezahlen. Borussia Mönchengladbach zahlt die Übernachtung aus eigener Tasche. „Das ist natürlich eine hervorragende Situation, wenn man sieht, dass die Mannschaften nicht so weltfremd sind.“

Die Hoffnung bleibt

Am Ende definiert Buers das Ziel als magische Grenze: „Ich sage jetzt mal, mit 20.000 Euro können wir sorgenfrei planen. Wenn jetzt einer kommen würde, der mal eben 10.000 Euro gibt, dann sage ich, das Turnier findet auf jeden Fall statt. Den Rest kriegen wir dann auch zusammen.“

Beim bisherigen Verlauf in den letzten beiden Jahren grenzt das Finden eines solchen Sponsoren-Schwergewichts schon fast an ein Wunder. Aber es bewegt sich etwas. Kurz vor dem Start des Turniers am 27. Juli postete Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn ein Video auf seiner Facebook-Seite, in dem er einen Aufruf für den „Kick fürs Leben“ startete. Für die Organisatoren ein erster Schritt in die richtige Richtung, um bald nicht mehr auf der Kippe zu stehen.  

Quelle: https://www.reviersport.de/artikel/u19-turnier-kick-fuers-leben-steht-auf-der-kippe/